Hund | Information für Kinder | Anna und die Haustiere


. Untertitelung: BR 2018 Hallo Leute, ich bin jetzt gleich
mit Renate verabredet und mit ihren Hunden.
Da sind schon die ersten. Hallo. Das ist ja ein Begrüßungskomitee. Ich mach mich jetzt mal
auf die Suche nach Renate. Sie kann mir
viel über Hunde erzählen. Und sie kann mir sagen,
was ich alles beachten muss, wenn ich mir so einen Hund wünsche.
Los geht’s. Hallo Renate, ich hab schon
fünf bis sieben Hunde getroffen. Wie viele Hunde hast du insgesamt?
– Ich hab 17. 17 Hunde? Wow, warum denn? Ich bin Tiertrainerin und da
braucht man ein paar Hunde mehr. Und die stellt mir Renate jetzt vor. Das ist Bonny
ein kleiner Mischling. Nala ist eine Australian Shepherd. Die hat zwei verschiedenfarbige
Augen, das sieht cool aus. Und das ist Sophie
ein Border Collie. Dann gibt’s noch den Pelo,
der Kleinste hier. Also mir gefallen alle sehr gut,
aber sehr süß find ich Bonny. Bonny wär jetzt auch
ein ganz toller Kinderhund, wenn man Lust hat, ihn jeden Tag
zu kämmen und zu bürsten. Du darfst es mal machen und wirst
sehen, dass das anstrengend ist. Und der Border Collie?
– Sophie ist ein sehr junger Hund, die muss noch viel lernen,
da solltest du sportlich aktiv sein. So unterschiedlich
die alle aussehen, sie haben alle einen gemeinsamen
Vorfahren und den zeig ich euch. Das ist er, der Wolf. Die Freundschaft zwischen Mensch und
Wolf begann bereits in der Steinzeit. Die Menschen entdeckten,
dass er sehr klug ist und fingen an, die Tiere zu züchten, die ihnen bei
der Jagd halfen oder sie beschützten. So entstanden
die verschiedenen Hunderassen. Manche Hunde sehen dem Wolf
noch sehr ähnlich, wie der amerikanische Akita
oder der deutsche Schäferhund. Andere haben so gar nichts mehr
mit dem Wolf gemeinsam, obwohl er auch ihr Vorfahre ist. Braucht der Hund
unbedingt einen Garten? Nein, wichtiger ist Gassi gehen
und Zeit mit dem Hund verbringen. Das machen wir jetzt auch.
Wir gehen mit Sophie spazieren. Dann zeig ich dir,
was man mit ihr üben kann. Haltung: Sophie ist noch sehr jung. Muss sie erst mal lernen,
an der Leine zu gehen? Wenn ein Hund sehr jung ist,
muss man das erst lernen. Warum hat sie ein Geschirr an
und kein Halsband? Damit es nicht so auf den Halswirbel
drückt, wenn sie schneller läuft. Dann würd ich sagen, gehen wir los.
– Ja. Sophie braucht viel Auslauf. Deshalb sagt Renate auch:
“Wer einen Border Collie möchte, sollte gerne raus gehen
und sportlich sein”. Du hast vorhin gesagt, Sophie ist ein Hund,
den man beschäftigen muss. Ist ein bisschen langweilig,
hier entlang zu laufen. Kann man irgendwas machen, was ihr
Spaß macht und sie geistig fordert? Es ist wichtig, dass wir das machen, sonst wär’s hier auf dem Weg
viel zu langweilig für sie. Ein guter Hundebesitzer oder Trainer
hat immer was dabei. Wir haben hier einen Beutel,
da ist ihr Futter drin und den muss sie uns
ein paarmal bringen. Dann lernt sie gleich,
dass sie wieder zu uns kommt und dass wir zusammen Spaß haben. Versteck das mal, sodass der Hund
nicht weiß, wo’s liegt. Ich knie mich an verschiedenen
Stellen nieder. Sophie soll herausfinden,
wo ich ihren Futterbeutel ablege. Was meint ihr, weiß sie das? Nein, erst Platz machen.
Platz und such. Kalt. Lauwarm. Wärmer. Jetzt hat sie’s. Gut gemacht. Fein. So eine feine.
Warte, so schnell bin ich nicht. Weil Sophie so toll mitgemacht hat,
darf sie zur Belohnung von der Leine. Sie muss jetzt erst
schön sitzen bleiben. Sophie, schau. Sitz. Und Ende. Die brauchen immer
ein Schlusssignal, dass sie wissen:
Ohne dürfen sie nicht weglaufen. Wie oft muss man
mit einem Hund am Tag raus? Drei Mal würd ich empfehlen,
und insgesamt drei Stunden. Drei Stunden jeden Tag?
Wie ist das, wenn jemand arbeitet? Kann ich den Hund
allein zu Hause lassen? Das muss er lernen und er sollte als
Welpe nicht allein gelassen werden. Dann hat er Verlassensängste. Und wenn er’s gelernt hat,
nicht länger als vier Stunden. Okay, das ist das Maximum. Oh, was passiert jetzt? Sie hat irgendwas gesehen
und ist unsicher und bellt. Das ist nicht schlimm. Wir zeigen ihr, indem wir cool
und ruhig bleiben, dass da nix ist. Dann kann sich der Hund beruhigen. Auf dem Heimweg geben wir alles. Sophie ist Erste.
Geschafft! Und weiter geht’s. Dahinten wird trainiert.
Ist das die Hundeschule? Ja, da ist gerade Hundeübungsstunde. Gehen wir hin?
– Ja, gern Farima übt mit Nala, dem Hund mit
den zwei verschiedenfarbigen Augen. Jetzt bin ich dran. Mal sehen, ob ich
das auch so gut hinkriege wie Farima. Als Erstes üben wir, dass er
bei dir an der Seite schön geht. Und dafür gibst du ihm das Kommando
“Fuß” und gehst einfach mal los. Aber du gehst nicht dahin,
wo der Hund hinwill, sondern du gehst deinen Weg. Fuß.
– Das klappt doch super, oder? Liegt aber eher an Nala als an mir. Der Hund kennt die Kommandos und
hat bereits gelernt, sie zu befolgen. Mit Sophie, dem jungen Border Collie, hätte ich das
nicht so gut hinbekommen. Beim ersten hast du geschummelt,
aber fein gemacht. Nala kann’s halt auch schon.
– Nala macht’s super. Was sind denn noch so Kommandos,
die ein Hund unbedingt können muss? Auf jeden Fall muss er kommen,
wenn man ihn ruft. Also “Hier” oder “Komm”
ist das wichtigste Kommando. Wenn ich mich gut auskenne
mit Hunden, kann ich ihn selber erziehen. Aber was mach ich denn,
wenn ich noch nie einen Hund hatte und keine Ahnung hab? Es gibt Hundeschulen und
da lernt ihr, was wichtig ist. Pflege. Sag mal, Renate. Wenn man vom Spaziergang kommt, sind
die Tiere ziemlich dreckig meistens. Kann man die baden,
oder wie macht man die sauber? Baden ist nicht gut. Das trocknet das Haarkleid aus
und macht die Haut trocken. Fellpflege
ist ein ganz großes Thema, gerade bei haarigen Hunden
wie Bonny. Deswegen zeig ich dir das jetzt,
dass du das auch kannst. Ich hasse bürsten,
ich hab immer Knoten in den Haaren. Die sieht gar nicht angenehm aus. Mag die Bonny das?
– Nein. Na gut, sie muss trotzdem durch. Renate zeigt mir, dass ich die Haare
am Ansatz festhalten soll. Damit es nicht so zieht.
Mach ich auch, wenn ich mich kämme. Bei Bonny bin ich ganz vorsichtig. Ich will, dass der kleine Hund
es mag, wenn ich ihn kämme. Müssen wir die Ohren auch bürsten? Müssen wir auch, wenn ich jeden Hund
so langsam bürsten würde wie du … Dann bräuchtest du bei 17 Hunden
lange, das stimmt. Ihr merkt schon, das ist auch
ganz schön viel Arbeit. Wer nicht so gern bürsten möchte, sollte sich einen Hund zulegen,
der nicht ein so langes Fell hat. Zwei Hunde darf ich jetzt füttern. Für den einen mehr
und den anderen weniger. Renate, was kommt rein?
– Papeno bekommt Fertigfutter. Davon gibt es
eine kleine Schale voll. Renate weicht
das trockene Futter ein, weil Hunde Weiches besser vertragen. Aber das ist noch nicht alles,
dazu gibt es auch Getreide. Das hier sind Amaranth-Flocken.
Die essen wir auch, z.B. im Müsli. Jeder Hund braucht nicht nur rohes
Fleisch oder Fertigfutter, sondern eben auch Kohlenhydrate. Kohlenhydrate sind in Nudeln,
in Brot. Lecker. Ich sag doch,
Fertigfutter ist angenehmer. Das rohe Fleisch bekommt Konrad,
der Bernhardiner. Rohes Schweinefleisch
sollte man nicht füttern. Das kann Keime enthalten,
die die Hunde krank machen können. Das hier ist Grünlippmuschelkalk,
den gibt’s für die Gelenke. Das stinkt.
– Ja, fürchterlich. Und das wird er essen,
wenn das so stinkt? Ja, weil es gesund ist. Du mischst und ich hole Konrad,
oder? – Ja, gut. Einfach hier hin? Nein, bleib.
– Stell’s hin, der nimmt sich. Dem Kleinen kannst du’s
weiter weg stellen. Einmal pro Woche bekommen die Hunde
eine Tasse voll Quark oder Milch. Das ist gut für die Knochen. Wir haben hier eine Grundausstattung
zurechtgelegt: Wir haben Leinen, eine Bürste,
einen Futternapf, was zum Spielen und was zum Schlafen. Hier hat es sich der kleine Papeno
gemütlich gemacht. Renate, wie viel Geld muss ich denn
einrechnen für die Erstausstattung? Für das hier schätz ich mal
100 Euro. Was hab ich
für monatliche Kosten? Futter. Bei Papeno wärst du
mit 30 Euro dabei, schätz ich. Konrad würde 100-120 Euro kosten,
was für ein Unterschied. Die Tierarztkosten, Impfkosten
darf man auch nicht unterschätzen. Dann gibt’s noch eine Hundesteuer.
– Genau. Haftpflichtversicherung, falls
der Hund doch mal was anstellt. Da ist man locker bei 1000 Euro
im Jahr. Und was kostet mich der Hund selber? Wenn du zum Züchter gehst,
bist du mit 800-1500 Euro dabei. Aber du kannst noch im Tierheim oder bei Tierschutzorganisationen
nachschauen. Da gibt’s einen Hund gegen
eine Schutzgebühr von 300 Euro. Auf jeden Fall Finger weg
von Internetangeboten. Meistens sind das irgendwelche
Welpenhändler aus dem Ausland. Das ist nicht so toll,
die Hunde leben da sehr schlecht. Oft kriegt man da ein krankes Tier,
dann wird’s richtig teuer. Na, willst du kommen? Kuschelfaktor. Bist du auch so hundemüde wie ich? Du auch, Renate?
– Ja, ich bin sehr müde. Das ist toll, wenn man sich abends
auf die Couch fläzen kann und einen schönen Hund zum Kuscheln
hat. Was gibt’s Schöneres? Es ist übrigens eine Ausnahme,
dass der Hund mit aufs Sofa darf. Mögen Hunde das gerne,
wenn man mit ihnen kuschelt? Hunde kuscheln auch gerne,
nicht alle, aber Pitschy schon. Ein Hund ist ein super Kumpel und kann auch ein
richtiges Familienmitglied sein. Aber man muss sich auch ständig
drum kümmern und muss die Beziehung pflegen. Und jetzt noch mal alle Infos
zu den Hunden. Wie viel Platz braucht ein Hund? Ein Garten zum Toben ist schön,
aber kein Muss. Viel wichtiger ist
das tägliche Gassigehen. Wie pflegt und hält man
einen Hund richtig? Ein Hund braucht viel Aufmerksamkeit
und will beschäftigt werden. Und er muss lernen,
dem Menschen zu gehorchen. Was fressen Hunde? Manche mögen Fertigfutter,
andere fressen lieber rohes Fleisch. Dazu gibt es immer etwas Getreide
und Kalzium für die Knochen. Kuscheln Hunde gerne? Ein Hund ist ein Familienmitglied und will immer in der Nähe
seiner Menschen sein. Was kosten Hunde? Ein Rassehund kann leicht
über 1000 Euro kosten. Beim Tierschutz bekommt man einen
Hund gegen eine Gebühr von 300 Euro. Nimmst du die Bonny?
– Ja, wo ist sie denn? Bonny, komm. Ich trag dich jetzt
aber nicht die ganze Strecke. Wir sehen uns beim nächsten Mal
wieder. Bis dahin, tschau. Untertitelung: BR 2018

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